So geht’s

Es eröff­nen sich ver­schie­dene Hand­lungs­fel­der, in denen Akti­vi­tä­ten für eine bewe­gungs­freu­dige Schule umge­setzt wer­den kön­nen. Neben dem Unter­richt bie­tet auch der Lebens­raum Schule Anknüp­fungs­punkte für gesund­heits– und sport­be­zo­ge­nen Inter­ven­tio­nen. Die fol­gende Abbil­dung gibt eine Über­sicht der ein­zel­nen Handlungsfelder.

 


Hier fin­den Sie eine Dar­stel­lung von Maß­nah­men, die in den auf­ge­führ­ten Hand­lungs­fel­dern umge­setzt wer­den können.

 


Sport­un­ter­richt –
Unter­richts­reihe zum Thema Bewegungsvielfalt

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Sport­un­ter­richt zum Thema Parkours

Der Berufs­schul­sport besitzt das Poten­tial dem Bewe­gungs­man­gel bei jun­gen Erwach­se­nen ent­ge­gen­zu­wir­ken. Der Sport­un­ter­richt muss sich dabei an dem phy­si­schen und psy­chi­schen Anfor­de­rungs­pro­fil der unter­schied­li­chen Aus­bil­dungs­gänge im Berufs­kol­leg ori­en­tie­ren und die Kom­pen­sa­tion von Belas­tun­gen ziel­grup­pen­spe­zi­fisch stärken.

Der Schwer­punkt der ent­wi­ckel­ten Unter­richts­reihe liegt in der Bewe­gungs­viel­falt. In der Umset­zung ent­steht eine Kom­bi­na­tion aus kon­di­tio­nel­len (Kraft, Aus­dauer, Schnel­lig­keit und Beweg­lich­keit) und koor­di­na­ti­ven Fähig­kei­ten. Die gewähl­ten Maß­nah­men müs­sen mög­lichst attrak­tiv gestal­tet wer­den, um den Schü­le­rin­nen und Schü­lern neue Bewe­gungs­an­reize auf­zu­zei­gen, die die Krea­ti­vi­tät und das Erleb­nis an der Bewe­gung fördern.

Der Vor­teil die­ser Unter­richts­reihe besteht in der gro­ßen Viel­falt der Sport­ar­ten, dem norm­freien Gerä­te­auf­bau und den belie­big ska­lier­ba­ren Leis­tungs­an­for­de­run­gen. Die sechs Unter­richts­the­men kön­nen aus der fol­gen­den Abbil­dung ent­nom­men werden.

Die aus­ge­ar­bei­te­ten Stun­den­bil­der kön­nen Sie sich in der Tool­box runterladen.

 

Fach­frem­der Unter­richt – Bewegungspausen


Bewe­gungs­pau­sen im Unter­richt – ange­lei­tet von Schülern

Bewe­gungs­pau­sen, auch Auf­lo­cke­rungs­mi­nu­ten, sind kurze ca. 3 bis 5-minütige Pau­sen, in denen unter­schied­li­che Bewe­gungs­übun­gen durch­ge­führt wer­den. Sie unter­bre­chen lange Sitz­zei­ten und füh­ren zu einer ent­spre­chen­den Rhyth­mi­sie­rung des Schul­ta­ges. Bewe­gungs­pau­sen füh­ren zu einer Akti­vie­rung des Sym­pa­thi­kus und damit ver­bun­den zu einer Akti­vie­rung des Herz-Kreislauf-Systems. So kann Ermü­dungs­er­schei­nun­gen vor­ge­beugt und die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit wie­der auf­ge­baut werden.

Die Übun­gen der Bewe­gungs­pau­sen wer­den, den Bedürf­nis­sen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler ent­spre­chend, in vier Kate­go­rien ein­ge­teilt. Kar­ten mit Übungs­bei­spie­len, Mate­ria­lien und Medien zur Umset­zung im eige­nen Unter­richt fin­den Sie in der Tool­box.

Module-Bewegungspausen

 

Lebens­raum Schule – QR-Code Parcours

Wandliegestuetz    QR-Code-ParcoursQR-Code-Sticker für Wand­lie­ge­stütz (links) und Klimm­züge (rechts)

Um Bewe­gung zu ermög­li­chen, benö­tigt es eben­falls eine Ände­rung und Gestal­tung des Schul­ge­län­des. Das Schul­ge­lände mit sei­nem Inven­tar und der Schul­hof wer­den zum „Übungs­ge­rät“ umfunk­tio­niert um die Schü­ler durch zusätz­li­che Impulse zu mehr Bewe­gung zu moti­vie­ren. An ver­schie­de­nen Sta­tio­nen, die sich für eine Bewe­gungs­ein­heit eig­nen, wer­den QR-Code Sti­cker ange­bracht, die mit ein­fa­chen Übungs­vi­deos ver­linkt sind. In den Pau­sen oder Frei­stun­den kön­nen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die QR-Codes mit ihrem Smart­phone „scan­nen“. Hin­ter­legt sind Videos, die schü­ler­ori­en­tierte Anlei­tun­gen zu Kräf­ti­gungs– und Koor­di­na­ti­ons­übun­gen ohne zusätz­li­che Geräte abbil­den. Durch Anbrin­gen von QR-Code Sti­ckern an mar­kan­ten Stel­len des Innen– und Außen­be­reichs der Schule wird den Schü­le­rin­nen und Schü­lern die Mög­lich­keit gebo­ten auch in der Pause aktiv zu sein. Die gewähl­ten Übun­gen wer­den durch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ange­lei­tet und demons­triert. Sie zeich­nen sich dadurch aus, dass sie spon­tan, alleine oder in der Gruppe durch­zu­füh­ren sind. Ergän­zend ver­mit­teln die Videos Gesund­heits­kom­pe­ten­zen, indem prak­ti­sche Hin­weise, z.B. zum Kalo­ri­en­ver­brauch, gege­ben wer­den. Die gewähl­ten Übun­gen bie­ten sich eben­falls für die Durch­füh­rung eines Par­cours an, der bei­spiels­weise wäh­rend des Sport­un­ter­richts durch­lau­fen wer­den kann.

Mate­ria­len für den QR-Code Par­cours fin­den Sie in der Tool­box.

Bei­spiel: Video-Vorschau zu Klimm­zü­gen
Über den YouTube Kanal „Make­Move – Bewegt in die Arbeits­welt“ kön­nen Sie sich alle Videos anschauen.

Lebens­raum Schule – Beweg­tes Treppenhaus

stairtalk    stairtalk2Beweg­tes Treppenhaus

Trep­pen­stei­gen gehört zu den all­täg­li­chen Tätig­kei­ten des Lebens. So ver­wun­dert es doch, dass viele Men­schen ent­we­der gar nicht in der Lage sind drei Stock­werke hoch­zu­ge­hen oder aber außer Atem sind und schwit­zen, wenn sie oben ankom­men. Ziel der Trep­pen­haus­ge­stal­tung ist es, mög­lichst viele Berufs­schü­ler sowie Leh­rer zu moti­vie­ren, zwei oder mehr Stock­werke zu gehen. Durch Pla­kate in den Schul­flu­ren und durch Sprü­che auf den Trep­pen wer­den Impulse für ein bewe­gungs­freund­li­ches Schul­ge­lände gesetzt. Durch eine opti­sche Ver­än­de­rung des Trep­pen­hau­ses wird in einem ers­ten Schritt die Attrak­ti­vi­tät erhöht. Dazu wer­den auf die Trep­pen the­men­spe­zi­fi­sche Schrift­züge geschrie­ben. Diese stel­len die gesund­heits­för­dern­den Ele­mente des Trep­pen­stei­gens her­aus. Hier wer­den The­men, wie Kalo­ri­en­ver­brauch beim Trep­pen­stei­gen oder Ver­glei­che zu ande­ren Akti­vi­tä­ten, in greif­bare Sätze gepackt und an die Trep­pen ange­bracht. Zum Bei­spiel: 5 Eta­gen Trep­pen­stei­gen und Du kannst den Köl­ner Dom sehen.

Wei­ter Bei­spiele zur Gestal­tung des Trep­pen­hau­ses kön­nen Sie sich in der Tool­box runterladen.

Pos­ter­reihe zur Gestal­tung des Trep­pen­hau­ses